November 2009
Monatsarchiv
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von Rudy Gasson am 14. November 2009; 18:00 | Stichworte: Journalismus, Reality 2.0
“[…] Damit sind wir auf einer neuen Stufe in dem nach unten offenen Tiefgeschoss der Publizistik angekommen. Früher hieß es: Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Heute reden wir von einem brutalen Entweder-Oder: Fressen ODER Moral.”
(Tom Schimmeck über die Verquickung von PR und Journalismus)
Tom Schimmeck, Journalist und unter anderem Mitbegründer der taz, rechnet in seiner Rede zum Thema “Preis und Wert des Journalismus” auf dem Mainzer Medien Disput 2009 schonungslos mit seinem eigenen Berufsstand und den Verlegern ab.
Besser kann man das Debakel rund um die Gegenwart und Zukunft des Journalismus kaum zusammenfassen.
Lesebefehl!
von Rudy Gasson am 9. November 2009; 16:52 | Stichworte: Journalismus, Web 2.1
von Rudy Gasson am 9. November 2009; 15:02 | Stichworte: Journalismus, Web 2.1
Heute ist der Fall der Berliner Mauer 20 Jahre her. Es ist der eigentliche Feiertag für jene, die an die Macht des zivilen Ungehorsams glauben und vielleicht auch für jene, die daran glauben, dass Mauern keine Lösung für ökonomische Probleme sein können.
Ich gebe zu, dass diese Überleitung zum Thema ein wenig konstruiert erscheint, aber angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Medienkrise und der zu erwartenden ökonomischen und gesellschaftlichen Auswirkungen scheint sie mir angebracht.
Medienmogul Rupert Murdoch hat nicht nur vor, seine Online-Angebote1 zukünftig (wenn auch später als geplant) hinter einer Bezahl-Mauer zu verstecken, nein, er will sie (dann) auch aus der Google-Suche entfernen, da er Google, Microsoft und noch ein paar andere als Parasiten betrachtet, die ihm seinen “Content” klauen.
Nun ist es technisch sehr einfach, die eigenen Angebote aus der Suche von Google zu entfernen, dazu ist lediglich eine winzige Textdatei im entsprechenden Verzeichnis erforderlich, die der Suchmaschine sinngemäß mitteilt: Nö, lass ma. Warum die Murdoch-Medien das nicht schon längst getan haben, darauf gibt Murdoch keine Antwort.
Es scheint in den Führungsetagen der betroffenen Unternehmen von Murdoch niemanden zu geben, der ihm erklären kann, dass er da mit aller Kraft an dem Ast sägt, auf dem vor allem die Mitarbeiter seines Imperiums sitzen.
Update 2: Google antwortet
Google sagt (sinngemäß):
Lieber Herr Murdoch,
ein Wort von Ihnen, und wir nehmen ihre gesamten News-Inhalte aus unserem Index, kein Problem.
Mit freundlichen Grüßen…
Das schreibt zumindest der Telegraph.
von Rudy Gasson am 6. November 2009; 18:11 | Stichworte: Journalismus, Perlen
“Frauen nutzen Medien einfach anders als Männer, interessieren sich für andere Bereiche, verweilen länger, lesen sogar grössere Artikel ohne Probleme”, sagt Lisa Feldmann, Chefredakteurin der “annabelle”.
Deshalb gibt es jetzt den Frauen-Browser. Und damit ich die männlichen Leser hier nicht verliere, mache ich den Text nicht zu lang: Es handelt sich um einen speziell für Frauen angepassten Internet Explorer 8, den frau sich bei der “annabelle” herunterladen kann.
Kleiner Schönheitsfehler dabei: Frau kann ihn nicht auf dem Mac installieren. Und das ist schlecht, denn Frau Feldmann sagt selbst: “Auch am PC – bei Frauen lieber: Mac – scheiden sich die Geister geschlechtsspezifisch”.
Tja.
(Annabelle, ach Annabelle…, du bist so herrlich intellektuell…)