Reality 2.0

Einträge in dieser Schublade

Kampfplatz FAZ

von Rudy Gasson am 20. Februar 2010 | Schublade: Reality 2.0, Literaturbetrieb

Ich war mir unsicher, ob ich auch noch meinen Senf zum Fall Hegemann organisieren und dazugeben sollte, da ist mir Don Alphonso nun spät, aber doch zu schnell für mich in seinem FAZ-Blog zuvorgekommen. Interessant und anerkennenswert, dass die FAZ dieses Gemetzel unter Ihrem Dach zulässt.

Seiner Analyse kann ich nichts hinzufügen.

Zigarren-Zampano gegen Macho Intellecto - Dritte Runde

von Rudy Gasson am 16. Februar 2010 | Schublade: Reality 2.0

Wenn es nicht so furchtbar traurig und widerlich wäre, dann wäre mir mein herzliches Lachen nicht im Halse stecken geblieben.

Der Spiegel-Artikel “Der größte Hecht” beleuchtet die Wiederkehr des Macho-Duells Schröder gegen Fischer - nun auf der nächsten Ebene nach dem Absprung aus der (schlecht bezahlten) Politik. Schröder als Lobbyist des Russischen Gasmonopols und Fischer als Lobbyist eines Konsortiums zum Bau einer Gas-Pipeline aus Asien. Außerdem gehören Fischers Auftraggeber auch noch (ganz nebenbei) zur Atomindustrie. Wie soll man da nicht das große Kotzen bekommen?

Mathias Riechlings Interpretation des Alt-Bundeskanzlers ist jedenfalls nach wie vor treffend:

Eine Klasse für sich

von Rudy Gasson am 1. Februar 2010 | Schublade: Reality 2.0, Perlen

Don Alphonso hat mal wieder eine brilliante Idee:

Warum nicht eine Stiftung gründen, um in Zukunft Daten von Insidern anzukaufen und so dem Staat die größten Steuerhinterzieher frei Haus zu liefern? Das würde dem Volkssport der Superreichen wieder etwas mehr Kick liefern, die Latte höher hängen und lästige moralische Scheindiskussionen verhindern.

Außerdem könnte die Stiftung natürlich nach dem Liechtensteiner Modell funktionieren… oder sind Aufwendungen zur Beschaffung von Beweismitteln nicht generell von der Steuer absetzbar?

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen

von Rudy Gasson am 27. Januar 2010 | Schublade: Reality 2.0, Web 2.1

Die Neuigkeiten sind erschreckend:

Eine Gesetzgebung in den USA führt dazu, dass Portale für freie Software den Zugang für Benutzer aus sogenannten “Schurkenstaaten” sperren. In Europa werden Gesetze zur Abschaltung individueller Internetzugänge bei unverhältnismäßig kleinen Vergehen verwirklicht und vorbereitet (”digitale Todesstrafe”) und in Deutschland erfährt man nur durch die Hintertür der Anbieter selbst, was da auf uns zurollt.

Wärenddessen arbeiten die Verlegerkonzerne mit Nachdruck daran, Paywalls zu errichten und (in Deutschland) ein höchst fragwürdiges Leistungsschutzrecht durchzudrücken, sodass die von Ihnen verbreiteten Inhalte möglicherweise nur noch auf speziellen Geräten und gegen Bezahlung gelesen werden können. Das lang erwartete und heute vermutlich vorgestellte Apple-Tablet könnte ein solches Gerät werden, nehme ich an. Wenn die Verlage sich auf Exklusivverträge mit mächtigen Herstellern und Vertriebsplattformen einigen, könnte ein solches Modell entstehen, so wie früher bei Microsoft. Dann sind die Tage des freien Netzes gezählt und es entsteht eine Art Klassengesellschaft im Netz.

Der Bau der Mauern im Netz hat begonnen.

 

Elektrischer Reporter – Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz

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