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Einträge in dieser Schublade
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von Rudy Gasson am 21. Februar 2010 | Schublade: Journalismus, Reality 2.0, Web 2.1
Jeff Jarvis stellt in einem Vortrag sein nächstes Buchprojekt vor: “Beta”. Ich schätze, das wird ein “must-have”, und seine Gedanken sind viel mehr als nur ein paar Ideen für eine neue Unternehmenskultur:
Teil 2; Teil 3 (Audio); Teil 4 (Audio)
Die Präsentation dazu:
Beta Berlin on Prezi
von Rudy Gasson am 27. Januar 2010 | Schublade: Reality 2.0, Web 2.1
Die Neuigkeiten sind erschreckend:
Eine Gesetzgebung in den USA führt dazu, dass Portale für freie Software den Zugang für Benutzer aus sogenannten “Schurkenstaaten” sperren. In Europa werden Gesetze zur Abschaltung individueller Internetzugänge bei unverhältnismäßig kleinen Vergehen verwirklicht und vorbereitet (”digitale Todesstrafe”) und in Deutschland erfährt man nur durch die Hintertür der Anbieter selbst, was da auf uns zurollt.
Wärenddessen arbeiten die Verlegerkonzerne mit Nachdruck daran, Paywalls zu errichten und (in Deutschland) ein höchst fragwürdiges Leistungsschutzrecht durchzudrücken, sodass die von Ihnen verbreiteten Inhalte möglicherweise nur noch auf speziellen Geräten und gegen Bezahlung gelesen werden können. Das lang erwartete und heute vermutlich vorgestellte Apple-Tablet könnte ein solches Gerät werden, nehme ich an. Wenn die Verlage sich auf Exklusivverträge mit mächtigen Herstellern und Vertriebsplattformen einigen, könnte ein solches Modell entstehen, so wie früher bei Microsoft. Dann sind die Tage des freien Netzes gezählt und es entsteht eine Art Klassengesellschaft im Netz.
Der Bau der Mauern im Netz hat begonnen.
Elektrischer Reporter – Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz
von Rudy Gasson am 9. November 2009 | Schublade: Journalismus, Web 2.1
von Rudy Gasson am 9. November 2009 | Schublade: Journalismus, Web 2.1
Heute ist der Fall der Berliner Mauer 20 Jahre her. Es ist der eigentliche Feiertag für jene, die an die Macht des zivilen Ungehorsams glauben und vielleicht auch für jene, die daran glauben, dass Mauern keine Lösung für ökonomische Probleme sein können.
Ich gebe zu, dass diese Überleitung zum Thema ein wenig konstruiert erscheint, aber angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Medienkrise und der zu erwartenden ökonomischen und gesellschaftlichen Auswirkungen scheint sie mir angebracht.
Medienmogul Rupert Murdoch hat nicht nur vor, seine Online-Angebote1 zukünftig (wenn auch später als geplant) hinter einer Bezahl-Mauer zu verstecken, nein, er will sie (dann) auch aus der Google-Suche entfernen, da er Google, Microsoft und noch ein paar andere als Parasiten betrachtet, die ihm seinen “Content” klauen.
Nun ist es technisch sehr einfach, die eigenen Angebote aus der Suche von Google zu entfernen, dazu ist lediglich eine winzige Textdatei im entsprechenden Verzeichnis erforderlich, die der Suchmaschine sinngemäß mitteilt: Nö, lass ma. Warum die Murdoch-Medien das nicht schon längst getan haben, darauf gibt Murdoch keine Antwort.
Es scheint in den Führungsetagen der betroffenen Unternehmen von Murdoch niemanden zu geben, der ihm erklären kann, dass er da mit aller Kraft an dem Ast sägt, auf dem vor allem die Mitarbeiter seines Imperiums sitzen.
Update 2: Google antwortet
Google sagt (sinngemäß):
Lieber Herr Murdoch,
ein Wort von Ihnen, und wir nehmen ihre gesamten News-Inhalte aus unserem Index, kein Problem.
Mit freundlichen Grüßen…
Das schreibt zumindest der Telegraph.