Zeitreisen
Einträge in dieser Schublade
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von Rudy Gasson am 6. August 2009 | Schublade: Reality 2.0, Zeitreisen, Tech Talk
Der 6. August ist als Gedenktag belegt und überschattet von der Bombe. Ich frage mich, ob es Zufall war, dass just an diesem Tag im Jahre 1997 eine andere Bombe platzte, die für Geeks und Nerds einen eigenen Gedenktag verdient hätte.
Steve Jobs kündigte an diesem Tag auf der Macworld Boston etwas an, was kein Apple-User jemals für möglich gehalten hätte. Und er tat es in einer theaterreifen Show, mit Big Brother im Hintergrund:
Ich habe das damals gar nicht richtig mitbekommen, weil ich mangels Finanzen zu diesem Zeitpunkt mich weder zur einen noch zur anderen Welt zugehörig fühlte. Dennoch ist es ein geschichtsträchtiger Moment, zumal erst ein Jahr später von zwei Studenten eine winzige Firma namens Google gegründet wurde.
Das Online-Magazin WIRED erinnert heute an diesen Tag mit ein paar Hintergrundinformationen.
von Rudy Gasson am 1. August 2009 | Schublade: Zeitreisen, Literaten
Kennt Ihr das? Ihr lest einen Text und fühlt Euch danach nicht belehrt, sondern ertappt und getroffen? Und danach ist nichts mehr so wie vorher?
Ich gebe zu, das klingt ziemlich romantisch und passiert den meisten wohl auch eher in jungen Jahren und vor allem in der Pubertät. Bei mir muss es so mit Anfang Zwanzig passiert sein, genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber ich habe den Text nie vergessen, nur den Titel. Ich wusste noch, dass er von Heinrich Böll war und von einem Fischer und einem Touristen erzählte. Ich dachte auch, dass ihn die meisten kennen werden, aber meine gelegentliche Nachfrage ergab das Gegenteil.
Ich habe schon lange nicht mehr an den Text gedacht und bin natürlich auch in den letzten Jahren nie auf die Idee gekommen, mal nachzuforschen. Aber heute nun hat mich meine alltägliche Prokrastination in diese Richtung getragen. Und siehe da: der Titel ist noch besser, als ich dachte. Es ist die
“Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral” (1963)
Fast ein wenig zu programmatisch für meinen heutigen Geschmack, aber der Text ist immer noch absolut aktuell und wirkungsvoll, vielleicht sogar noch aktueller als vor zwanzig Jahren. Die Arbeitsethik und ihre Herkunft scheinen in der Öffentlichkeit heute kein Thema mehr zu sein, der Markt bestimmt scheinbar die Ethik. Dabei könnte man den Text frei nach Max Weber auch “Der Protestant am Strand” nennen, oder so…
von Rudy Gasson am 16. Oktober 2007 | Schublade: Zeitreisen
Als mir Susi liebenswerter Weise vor einem Monat ihre Kamera auslieh, kam ich auf die Idee, für eine kleine Fotoserie noch einmal an den Ort zurückzukehren, von dem aus mein persönliches “Unheil” mit schweren Folgen vor genau 10 Jahren seinen Lauf nahm: Potsdam-Babelsberg. Genauer: Die Filmhochschule “Konrad Wolf”, kurz HFF genannt.
Im Jahr 2000, drei Jahre nach meinem schmerzhaften Abschied, zog die Filmhochschule in ein extra für sie gebautes Gebäude auf dem Studiogelände. Bis dahin war sie auf diverse kleine Villen, Häuser und Fabrikgebäude in Babelsberg verteilt - mit allen Vor- und Nachteilen. Wenn man beispielsweise von der Tonabteilung zur Produktion oder ins Hauptgebäude wollte, konnte das schon mal einen halbstündigen Fußmarsch bedeuten.
Ich wollte wissen, was aus den alten Gebäuden und Orten geworden ist, und wie es sich anfühlt, nach so langer Zeit an diesen Ort zurückzukehren.