Begeisterte Blog-Empfehlung: Das Neueste von Gestern.

Da ich nicht weiß, ob Herr yesterdaywasfuture mir erlaubt, seinen Vornamen hier öffentlich zu nennen, muss ich meine begeisterte Werbung halt so vortragen. (Die, die ihn auch kennen, wissen es wahrscheinlich ohnehin schon, aber vielleicht liest ja hier doch noch die oder der eine oder andere mit, die ihn noch nicht kennen).

Da gräbt sich einer im Rahmen seiner Arbeit für sein Studium durch ein Zeitungsarchiv und lässt mal so nebenbei die unfreiwilligen Nebenprodukte seiner Prokrastination und die Merkwürdigkeiten vom Wegesrand seiner Suche in ein kleines Wordpress-Blog fließen. Und ich kann nur sagen: Selten waren Nebenprodukte so wertvoll! Für mich ein absolut gelungenes Beispiel dafür, wofür Blogs hervorragend geeignet sind.

Geschichten von Dingen, die überhaupt nicht neu sind - obwohl wir das alle mehr oder weniger glauben. Da wird nach dem ersten Kondomautomaten in Berlin gefandet, wir werden aufgeklärt, dass die Bemühungen um äußerst ungewöhnliche Kindernamen ganz und gar nicht erst in unserer Zeit auftraten (und dass die früher noch viel verrückter waren) und es stellt sich heraus, dass es Graffiti im Spannungsfeld zwischen öffentlichem Ärgernis und Kunstanspruch in Neukölln bereits 1916 (!) gab.

Ein wundervoller Einstieg, das Konzept ist fantastisch und hat mehr Potenzial als so manches “A”-Blog, wirklich! Jetzt muss er nur noch dranbleiben, der Herr yesterdaywasfuture. Ich wünsche es mir. Und ihm.