Rupert Murdoch mag das Internet nicht. Er versteht es offenbar auch nicht und will es auch nicht verstehen. Er will, dass wir alle wieder Zeitungen kaufen und lesen. Wenn die Anekdote stimmt, hat Murdoch allen Ernstes bei einem privaten Treffen “the boys” Larry Page und Sergey Brin gefragt, warum sie denn keine Zeitung läsen - und seine Frau konnte es nicht fassen.

Woher ich das weiß? Von einem fantastischen Journalisten, der seine Texte online kostenlos zur Verfügung stellt: Michael Wulff hat einen grandiosen Artikel in der Vanity Fair online über Rupert Murdochs erklärten Krieg gegen das Internet geschrieben und damit zugleich einen Ausblick auf das geliefert, was uns in den nächsten Jahren vermutlich noch blühen wird: der Untergang des größten Medienimperiums der Welt.

Ich fürchte allerdings, dass ausgerechnet die reaktionäre Politik-News-Erfindungs-Flimmerkisten-Show “Fox News” dieses Desaster ohne große Beulen überleben wird, denn der Markt für TV-Werbung dürfte unter dem Zusammenbruch der Presse wohl nicht so stark leiden.

(Dank an Thomas Knüwer)